Einsortiert unter: Mal sehen, Gedanken | Schlagwörter: abhängig, Acht, Alkohol, alkoholbedingt, Alleingang, alltäglich, Altruismus, andere, angeboren, animalistisch, Anspruch, anstressen, Arbeitnehmer, Art, Atmung, Aufzählung, Ausdruck, ausgrenzen, ausstrahlen, Ausstrahlung, Auswirkungen, Überlegung, Überwindung, überzogen, Bedürfnis nach Orientierung, Bedürfnis nach Selbstwerterhöhung, Bedürfnissstillung, Begegnungen, behandeln, Behandlung, Behandlungsmöglichkeit, behindern, Beispiel, belügen, beleidigen, beschneiden, Betrunkene, bewältigen, Bewertung, Beziehung, Bibel, Bindungsbedürfnis, Blick, Brigitte, Charakterbestimmend, Depression, Dienstleistung, Dienstpersonal, Dinge, Diskussion, egoistisch, Eigenschaft, Einladung, einschneidene Erfahrungen, eng, Enge, Entwicklung, Erfahrung, erfolgreich, Erkrankung, Erlebnisse, erlernt, ernten, erreichen, Erwartungen, Erziehung, Essen, evolutionär, explizit, Fall, faul, Fazit, fürchten, Fürsorge, Feinde, Frage, Fremde, Freundeskreis, funktionieren, Gedanken, Gefahren, Gefühl, gegenübertreten, gestillt, Gesundheit, Gewichtung, Glück, Glücklich, Grund, Grundbedürffnisse, gut, gutes Gefühl, Hand, HartzIV-Empfänger, heucheln, hindern, Hindernis, Hinderungsgründe, immanent, Interpretation, interpretieren, Karma-Konto, kassieren, körperliche Grundbedürfnisse, Körpersprache, Kellner, Kinder, Kleinkinder, Klinke, Kommunikation, Kontrolle, Launen, Lächeln, Lügner, Leben, Liebe, Lust, Lustgewinn, Maßstäbe, Mangel, Meinung, Menschen, messen, minderwertig, Mitmenschen, Moralvorstellungen, Motivation, Nächstenliebe, negativ, non-verbal, Ordnung, Partnerschaft, Person, physisch, Platz, Politik, positiv, psychisch, Psychologie, psychosomatisch, reagieren, respektlos, Restaurant, Rolle, rundum, schimpfen, Schlaf, schlecht, Schlechtbehandlung, schreiben, Schutz, Selbstschutzmechanismen, Selbstwertschutz, Sexualität, Sicherheit, Sinn, Sinn des Lebens, sinvoll, skizzieren, soziale Beziehungen, Spaß, spielen, Störung, stillen, Stress, super, Sympathie, töten, Teile, teilen, Thema, Tiere, Toleranzen, Traumata, trinken, Trinkgeld, Umfeld, Umgewichtung, unehrlich, unfreundlch, unfreundlich, Unlustvermeidung, Unterkunft, unterteilen, unterwandern, Utopie, verarschen, verfälscht, Verhaltensweisen, Verkäufer, Verständnis, Vertrauen, verzerren, Wahrnehmung, was hindert uns daran, Wärme, Werte, zehn Gebote, Ziele, zufrieden, Zufriedenheit, Zusammenstellung
Diese Frage würde ich gerne in einer Art Diskussion beantworten. Also seid ihr alle herzlich dazu eingeladen, eure Meinung dazu zu schreiben.
Zunächst aber meine eigenen Überlegungen:
Was hindert uns daran, andere so zu behandeln, wie wir selbst behandelt werden möchten?
Bevor ich auf Hinderungsgründe eingehe, will ich versuchen, zu skizzieren, wie ich gerne behandelt werden möchte. Und ich denke, viele Menschen wollen ähnlich oder gleich behandelt werden.
Ich selbst möchte gut behandelt werden. Was heißt gut und warum gut?
Also mein Verständnis vom Sinn des Lebens ist, dass ich ein glückliches und zufriedenes Leben führe. Zum einen will ich, dass meine Grundbedürfnisse gestillt sind, zum anderen will ich dabei ein gutes Gefühl haben, also rundum glücklich sein.
Zu den Grundbedürfnissen gehören z.B. körperliche Grundbedürfnisse, Sicherheit und soziale Beziehungen. Körperliche Grundbedürfnisse sind banal gesehen die Atmung,Wärme, Trinken, Essen, Schlaf. Unter Sicherheit fallen Unterkunft, Gesundheit, Schutz vor Gefahren und Ordnung. Soziale Beziehung umfassen Freundeskreis, Partnerschaft, Liebe, Nächstenliebe, Sexualität, Fürsorge und Kommunikation. In der Psychologie werden vier Grundbedürfnisse aufgezählt: Bindungsbedürfnis, Bedürfnis nach Orientierung und Kontrolle, Bedürnis nach Selbstwerterhöhung und Selbstwertschutz, Bedürfnis nach Lustgewinn und Unlustvermeidung. (Quelle: Wikipedia Grundbedürfnis)
Manche dieser Ziele kann ich natürlich ganz egoistisch im Alleingang erreichen. Dafür beschneide ich aber andere Grundbedürfnisse, die ich durch eine egoistische Bedürfnissstillung behindere. Einfach ausgedrückt, was habe ich von all dem Spaß, wenn ich ihn nicht mit jemandem teilen kann?
Ich unterteile deshalb in Glück und Zufriedenheit. Zufriedenheit sind all die Bedürfnisse, die ich auch egoistisch erreichen kann. Also körperliche Grundbedürnisse und Bedürfnisse der Sicherheit, bzw. das Bedürfnis nach Orientierung und Kontrolle und das Bedürfnis nach Selbstwertehöhung und Selbstwertschutz. Bei genauer Betrachtung stellt man aber bereits fest, dass selbst diese egoistischen Bedürfnisse nur durch Stillung der Glücks-Bedürfnisse zufriedenstellend sind. Wie soll ich in anbetracht psychosomatischer Auswirkungen körperlich zufrieden sein, wenn ich Stress mit anderen Menschen habe? Wie soll mein Bedürfnis nach Sicherheit und Ordnung gestillt sein, wenn ich weiß, dass ich Feinde habe? Wie soll ich volle Kontrolle erreichen, wenn ich weiß, dass es Leute gibt, die meine Kontrolle unterwandern?
Glück und Zufriedenheit geben sich also die Klinke in die Hand und sind voneinander abhängig. Aus eigener Erfahrung kann ich dies nur bestätigen.
Jetzt sieht man ja bereits, dass die eigenen Bedürfnisse von anderen abhängig sind. Was ebenfalls nicht von der Hand zu weisen ist, ist dass jeder Mensch solche Grundbedürfnisse hat und jeder diese Bedürfnisse stillen möchte.
Daraus ergeben sich einfache Verhaltensweisen, die uns Menschen auf Grund unserer evolutionären Entwicklung immanent sind. Interpretiert man zum Beispiel Teile der Bibel als sozialen Verhaltensratgeber, so könnte man die zehn Gebote als recht sinnvoll erachten. Andererseits sind diese sicherlich von damaligen Moralvorstellungen geprägt und lassen menschliche (animalistische) Bedürfnisse außer Acht. Solche Moralvorstellungen begegnen uns aber auch bei der heutigen Interpretation von Bedürfnissen. Hier ist ganz klar von erlernter und angeborener Moral zu unterscheiden. Hier ist zum Beispiel darauf hinzuweisen, dass bereits Kinder das Töten anderer nicht gut finden, oder dass Altruismus auch bei Tieren und Kleindkindern vorhanden ist.
Ich hoffe, ich konnte jetzt kurz, aber nachvollziehbar darstellen, warum die Stillung meiner Grundbedürfnisse in mir das einfache Bedürfnis erwecken, gut behandelt zu werden.
Nun dazu, wie man erreicht, gut behandelt zu werden. Wer ein Restaurant besucht oder eine Dienstleistung in Anspruch nimmt, erwartet, gut behandelt zu werden. Aber auch bei alltäglichen Begegnungen mit Fremden, hat man solche Erwartungen.
Was ist eine gute Behandlung? Am einfachsten ist die Antwort wohl, wenn man die schlechten Behandlungsmöglichkeiten ausgrenzt. Will man angestresst werden? Will man einen unfreundlichen Blick kassieren? Will man beleidigt werden? Kurz, will man respektlos behandelt werden? Nein. Respektlos behandelt zu werden macht nicht glücklich. Will man belogen werden? Will man gespielte oder geheuchelte Sympathie ernten? Will man verarscht werden? Kurz, will man unehrlich behandelt werden? Nein, unehrlich behandelt zu werden macht ebenfalls nicht glücklich.
Fazit ist also, ich will respektvoll und ehrlich behandelt werden.
Ich muss also die Menschen in meinem Umfeld und auch Fremde dazu bringen, mich respektvoll und ehrlich zu behandeln. Die Ehrlichkeit setzt voraus, dass der Respekt nicht geheuchelt ist und der Respekt erfordert, mit Ehrlichkeit auf mich zuzugehen. Erzwungener Respekt und erzwungene Ehrlichkeit widersprechen also meiner Meinung nach den beiden Anforderungen, da sie sich gegenseitig einschließen. Respekt durch Terror zu erzwingen bedeutet, den anderen zum Lügner zu machen, weil der Respekt nicht auf ehrlicher Sympathie beruht, sondern auf Selbstschutz.
Ich kann wohl kaum davon ausgehen, dass mir Ehrlichkeit und Respekt entgegengebracht werden, wenn ich nicht ebenso Respekt und Ehrlichkeit entgegenbringe. Sowieso muss ich davon ausgehen, dass meine Mitmenschen auf mich reagieren. Am Beispiel des Restaurants würde man sagen, der Kellner war so unfreundlich, dass ich ihm kein oder wenig Trinkgeld gebe. Beziehungsweise, der Kellner war so super, dass ich gerne Trinkgeld gebe.
Denn wie bereits erläutert, stillt eine gute Behandlung die Grundbedürfnisse. Werden diese gestillt, nehmen Glück und Zufriedenheit zu. Ist man glücklich und zufrieden, strahlt man dieses auch nach außen aus. Wie wichtig diese Ausstrahlung ist, sieht man daran, dass allein die Kommunikation zwischen den Menschen größtenteils non-verbal funktioniert. Wie ich also den anderen gegenübertrete, wie ich sie behandle, ist ausschlaggebend dafür, wie sie mich wahrnehmen, ob sie sympathisieren oder meiner Person aus dem Weg gehen möchten, weil sie eine Störung ihrer eigenen Grundbedürfnisse fürchten.
Ein einfaches Beispiel für eine solche positive non-verbale Ausstrahlung ist das Lächeln. Lächeln macht glücklich. Wer dazu gerne mehr erfahren will, findet eine nette Zusammenstellung auf Brigitte.de! Hehe. Nicht umsonst wird Verkäufern gesagt, dass sie möglichst lächelnd kassieren sollen. Die Körpersprache ist aber nur ein Teil, wie man positiv mit anderen umgehen kann, um wiederum selbst gut behandelt zu werden. Je enger eine Beziehung zwischen zwei Menschen ist, desto häufiger und expliziter müssen Respekt und Ehrlichkeit zum Ausdruck gebracht werden, um die Enge, das Vertrauen, aufrecht zu erhalten. Wird man also ständig nur beschimpft oder als Lügner bezeichnet, verliert man schnell die Lust, sich respektvoll und ehrlich zu verhalten.
So denke ich, müsste einfach ausgedrückt klar sein, warum es sinnvoll ist, andere so zu behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte.
Was hindert und also daran? Warum behandeln manche Menschen andere schlecht? Worin liegt deren Motivation?
Zuerst muss man als Hindernis wohl Erkrankungen nennen. Diese können sowohl psychischer als auch physischer Art sein. Da solche Erkrankungen ein wenig mehr Platz in Anspruch nehmen, spare ich mir einzelne Aufzählungen und bleibe bei einem bekannten Beispiel. Wer einen Mangel in der Wahrnehmung hat, kann sich nicht sicher sein, woran er beim andern ist und wird deshalb seine Selbstschutzmechanismen nutzen. Dies ist bei Alkohol oft der Fall, der die Wahrnehmung stark verändert. Betrunkene reagieren oftmals überzogen auf Dinge, die sie verfälscht wahrnehmen und denen sie dann alkoholbedingt eine falsche Gewichtung zuordnen.
Psychologisch wichtig sind Traumata und Depressionen. Erlebnisse, die einschneidende Erfahrungen waren und nicht bewältigt wurden. Durch sie findet quasi eine Umgewichtung der Grundbedürfnisse statt. Daraus können also auch Erwartungen an soziale Grundbedürfnisse verzerrt werden. Erwartungen an die Mitmenschen, Toleranzen und Launen können verändert sein.
Zum zweiten hängt eine Schlechtbehandlung auch von Erziehung und Erfahrung ab. Uns wurden mit Sicherheit gewisse Maßstäbe beigebracht, an denen wir messen, ob wir jemanden respektieren sollen oder ob nicht. Hier spielen wieder Moralvorstellungen und Werte eine große Rolle. Jemand, der gelernt hat, dass das Dienstpersonal minderwertig ist, wird diesem schwerlich mit vollem Respekt gegenübertreten. Wer HartzIV-Empfänger für faul hält, wird sie nicht so respektieren, wie einen erfolgreichen Arbeitnehmer. So kann zum Beispiel die Bewertung einer Eigenschaft an der einen Person positiv und an einer anderen Person negativ stattfinden, obwohl die Eigenschaft vollkommen gleich ist und zudem nicht einmal Charakterbestimmend.
So!
Soviel mal vorerst zu meiner Meinung. Ich würde mich über andere Meinungen sehr freuen. Behandelt mich gut! Hehehe… Spaß, ich denke mein Karma-Konto sieht ganz gut aus. Auf das Thema bin ich übrigens durch Politik gestoßen.
Vielleicht bieten sich durch die Diskussion also auch Gedanken zur Überwindung solcher Hindernisse an. Utopie…?
Einsortiert unter: Geschichten, Mal sehen | Schlagwörter: Erfahrung, Bahnhof, Alkohol, Besäufnis, Danke, Frau, Wald, Geschichte, lallen, Böse, gut, betrunken, Zustand, Arme, Problem, Bahnbeamter, Bahn, Wein, blau, besoffen, Joggen, Laufen, rhetorische Frage, Dorf, anrufen, Telefonzelle, Frust, Arbeit, Bein, Gestrüpp, Entscheidung, Begleitperson, Leistungsdruck, Bahnmitarbeiter, Schalter, Arbeitsbedingungen, spontan, Supermarkt, Geldbeutel, Mietgliedsbonuskarte, Nummer, wählen, Spielplatz, Bank, Telefonkarte
Gestern ist mir mal wieder eine dieser Geschichten eingefallen, die mir vor ein paar Jahren passiert ist. Beim Joggen, mitten im Wald, begegnete ich einem volltrunkenen Mann, der anhand seiner Berufskleidung klar als Angestellter der Deutschen Bahn zu identifizieren war.
Ich habe ihn erst von weitem gesehen. Sein Gang war super ausfallend, wodurch er locker das dreifache der normalen Strecke zurücklegte. Rund um mich herum, wie gesagt, nur Wald. Also habe ich mein Lauftempo verringert und vorsichtshalber meine Reaktionsmöglichkeiten durchdacht, je nach dem, wie der Betrunkene drauf ist. Bei denen kann man ja nie wissen, was ich aus eigener Erfahrung mit und als Betrunkener weiß. Als er ungefähr fünf Meter von mir entfernt war, sprach ich ihn an, ob alles bei ihm ok sei. Eine rein rethorische Frage, aber ich denke, es ist so besser, als wie wenn ich ihm sage, dass bei ihm nichts mehr ok ist.
Er hat einen sehr gefassten Eindruck gemacht. Zumindest wusste er, dass er jenseits von Gut und Böse war. Ich fragte ihn, woher er kam und wohin er wollte. Das Woher habe ich nicht wirklich verstanden, weil er keinen Unterschied daraus zu machen schien, wo er wohnte, was sehr weit weg war und wo er sich so sehr die Kante gegeben hatte. Ich erfuhr aber zumindest, dass er im nächsten Dorf seine Frau anrufen wollte, damit sie ihn abholen konnte. Und dass er sich mit zwei Flaschen Wein und aus Frust bei der Arbeit besoffen gemacht hatte. Auf meine Frage, ob ich ihn begleiten sollte, sagte er lallend nein danke.
Ich ließ ihn ziehen, behielt ihn aber noch im Blick. Und tatsächlich, nachdem er stolpernd, schwankend, torkelnd immer wieder nur knapp dem harten Boden entgehen konnte, kam er doch noch seinem eigenen Bein in den Weg und fiel unsanft ins Gestrüpp. Also ging ich zu ihm, half ihm auf und entschied mich ihn bis zum nächsten Dorf zu beleiten. Die Entscheidung war sicherlich die Richtige, auch wenn es angenehmere Begleitpersonen gibt.
Er erzählte mir von seiner Arbeit und das er ständig unter Leistungsdruck stünde. Wohlgemerkt, er ist Bahnmitarbeiter und anscheinend arbeit er an einem Schalter in einem Bahnhof. Aber wer leidet heute denn eigendlich noch nicht unter den unmenschlichen Arbeitsbedingungen? Ob das so ist und warum das so ist (obgleich früher die Arbeitsbedingungen sicherlich härter waren), muss jetzt ungeklärt bleiben. Auf jeden Fall war dies der Grund für sein spontanes Besäufnis im Wald.
Ich musste ihn mit beiden Armen stützen, was sehr anstrengend war. Während ich mit ihm lief, bedankte er sich, entschuldigte er sich, bedauerte er die Situation und bewunderte meinen Einsatz fortwährend und beinahe im Sekundentakt. Einmal sagte er mir, er würde für mich beten wollen. Normalerweise reagiere ich auf so etwas grundsätzlich allergisch. Aber einem Besoffenen klar zu machen, dass er sich seine Religion sonst wo hinstecken könnte, ist nicht unbedingt das Beste.
Als wir dann, nach mehreren kurzen Pausen in dem Dorf und an der Telefonzelle angekommen sind, stellte sich uns das Problem, dass wir zusammen den Telefonaparat bedienen mussten, weil er alleine dazu nicht mehr in der Lage war. Zuerst zog er die falsche Telefonkarte aus dem Geldbeutel (Mitgliedsbonuskarte eines Supermarktes). Dann nuschelte er mir die Telefonnummer so undeutlich zu, dass ich mich prompt mehrmals verwählte. Als ich dann die richtige Nummer gewählt hatte, stellte sich heraus, dass seine Frau, bzw. niemand zu hause waren. Was nun? Gleich neben der Telefonzelle war ein Spielplatz mit einer Bank. Dorthin schleppte ich ihn.
Ich machte ihm klar, dass er es später noch einmal bei sich zuhause versuchen sollte. Ich gab ihm die Telefonkarte so, dass er sie ohne Probleme finden und sie nicht wieder mit einer anderen Karte verwechseln konnte. Dann versicherte ich mich noch seines Zustandes, der meines Erachtens nicht gefährlich war und gab ihm zu verstehen, dass ich jetzt gehen werde. Er war damit einverstanden, ließ mich aber erst gehen, nachdem er mir nochmals ca. 1000 Mal Danke sagte und mich umarmte.
Einsortiert unter: Gedanken, Mal sehen | Schlagwörter: akzeptieren, begegnen, Begegnung, Einzelner, Erfahrung, Erfahrungssammlung, individuell, Mal sehen, Menschen, Personen, Rückschlag, Reaktionen, respektieren, sensibel, System der Beziehungen, trennen, Trennung, unerwünscht, Veränderung, Welt
Das Leben treibt uns. Manchmal zusammen und manchmal auch wieder auseinander. So sollten wir Trennungen akzeptieren und Begegnungen respektieren. Obwohl nicht jede Begegnung und jede Trennung von uns erwünscht sind, manchmal sogar gerne darauf verzichtet worden wäre, und sie eventuell als Rückschlag gedeutet werden könnten, so bringen sie uns doch jedesmal ein bisschen weiter. Denn das Leben baut auf sich selbst auf.
Jede Begegnung, jede Trennung zu jeder Zeit meines Lebens steckt in mir – und wenn auch nur unterbewusst. Man nennt das Erfahrung. Und es lohnt sich immer, Erfahrungen zu machen. Bei annähernd 7 Mrd. Menschen auf der ganzen Welt, also wahrscheinlich auch ca. 7 Mrd. individueller Erfahrungssammlungen, verändert sich die eigene Erfahrung mit jeder Begegnung und jeder Trennung, mit und von einem dieser Menschen, so wie sich dessen Erfahrung ändert. Reagiere ich jetzt so auf etwas, begegne ich später einer Person und trenne mich von ihr wieder, kann es sein, dass ich morgen zwar nicht ganz anders, aber leicht verändert auf das selbe Etwas reagieren werde. Begegne ich der gleichen Person wieder, der ich am Vortag bereits begegnet bin, kann es also auch sein, dass diese wiederum anders reagieren wird. Durch die erneute Begegnung und die erneute Trennung können sich plötzlich andere Möglichkeiten von Reaktionen ergeben.
Dieses System der Beziehungen (hier nur am simplen Beispiel der menschlichen Begegnung, Trennung und der daraus resultierenden Erfahrung) ist teilweise so sensibel, dass sich Veränderungen vom Einzelnen auf alle ausbreiten können.
Mal sehen, was wir daraus machen.
Einsortiert unter: Gedanken, Mal sehen | Schlagwörter: Abwehrkräfte, Ahnung, bewusst, Dejavu, Erfahrung, Erinnerung, Gedächtnis, Gehirn, Hirn, Krankheit, Kurzzeitgedächtnis, Langzeitgedächtnis, Schweinegrippe, Spreicher, Theorie, unterbewusst, Wille
Ja ich weiß. Das klingt überheblich! Aber so ist es nunmal. Ich habe keine Lust auf diesen Mist. Kann man mir ja auch nicht übel nehmen.
Jetzt aber mal ganz egal, wie gefährlich das Ding ist, ich habe so die Schnauze voll davon, dass sich die Schweinegrippe gar nicht in meine Nähe zu wagen braucht. Ich würde mich tierisch aufregen und erstmal fragen, was das ganze Trara denn soll!
Jetzt aber zurück zu meiner Anfangsaussage: Ich bekomme keine Schweinegrippe. Also ich weiß es einfach. Man kann sagen, “ich hab’s im Urin” oder “ich hab’s im Gespür”. Ich weiß es einfach. Woher weiß ich nicht. Aber es ist in meinem Kopf. Nein, es ist keine Stimme, die mir das sagt! Die Stimme erzählt von anderen Dingen… Redrum! Hehehe. Spaß!!!
Ich habe das öfter. Also dass ich weiß, was passieren wird. Stellt euch das nun aber nicht zu spektakulär vor! Es bezieht sich auch in erster Linie auf Geschehnisse, die ich ohnehin aktiv oder zumindest unterbewusst mitbeeinflussen kann. Und die Ahnung des Eintritts speist sich sicherlich auch nur aus Erfahrung. Zumindest denke ich, dass keinerlei Mystik dahinter steckt.
Zum Beispiel habe ich mich einmal gefragt, ob das berühmte DejaVu nichts weiter als ein cooler Trick des Gedächtnisses ist. Ok, das denken viele. Ich vermute nun aber, dass unser Gehirn die Zeitwahrnehmung verschiebt. Beziehungsweise, dass jetzt Erlebtes in den “von Gestern”-Speicher abgelegt wird und somit eine Überlagerung der Wahrnehmung geschieht. Habts ihr das verstanden? Also beispielhaft: Ich sitze jetzt gerade vor meiner Tastatur und schreibe diesen Text. Über den Monitor lese ich den Text und habe plötzlich das Gefühl, als hätte ich den Text schon einmal Wort für Wort gelesen oder geschrieben (nein, ich vertippe mich nicht so oft, dass es in der Tat der Wahrheit entsprechen könnte). Mein Gehirn hat den Text und das Tippen natürlich in den Kurzzeitspeicher gelegt. Aber, komischerweise auch in den Erinnerungsspeicher, in dem sonst nur bereits Geschehenes abgelegt wird. Beim Zugriff auf die Speicher kann mein Hirn nicht mehr differenzieren. So erinnere ich mich wage daran, diesen Text – während ich ihn schreibe – schon einmal geschrieben zu haben. Jetzt wäre es natürlich noch interessant, warum das Brain so tut: aus Selbstschutz oder wegen Fehlfunktion?
Mit der Schweinegrippe ist das ja nun ähnlich. Indem ich mir bewusst und unterbewusst klar mache, dass ich das nicht will, stärke ich meine Abwehrkräfte. Außerdem vermeide ich sicherlich unterbewusst auch gewisse Handlungen und Orte etc. an denen oder durch die meine Abwehrkräfte geschwächt werden könnten oder ich mir die Schweinegrippe holen könnte.
Falls es übrigens nicht klappt, dürft ihr mich gerne auslachen.