Einsortiert unter: Geschichten, Mal sehen | Schlagwörter: Anfrage, Angebot, Arbeit, Aufmerksamkeit, Augen, Auswahl, Bezeichnung, Code, Discounter, Elektro-Discounter, Empfänger, englisch, Entwicklung, Erinnerung, Freund, Geräte, Glück, Hände, Hoffnung, kompetent, Konversation, Kopf, Kundschaft, Lautsprecher, Lächeln, lernen, Missverständnisse, MP3, MP3 Abspielgeräte, MP3 Player, MP3-Spieler, mysteriös, Niveau, PC, Portable Entertainment, Regale einräumen, Schlagwort, Selbstbescheidenheit, Sender, Service, stupide, Suchaufwand, Suchen, Triumpf, Vakuum, Verkaufsraum, Verkaufsraummitarbeiter, Verkäufer, Videokammeras, Vokabular, Weg, Zeigefinger, Zweifel
Vor ein paar Tagen war ich zu Gast in einem großen planetaren Elektro-Discounter, um mit einem Freund Lautsprecher für seinen PC zu kaufen.
Während er die Auswahl begutachtete, machte ich mich auf die Suche nach Abspielgeräten für MP3-Musik. Jetzt sind diese Discounter ja so rießig und verfügen über ein so breites Angebot, dass ich mir den Suchaufwand sparen und einen der kompetenten Verkaufsraummitarbeiter nach dem direkten Weg fragen wollte.
Gesagt getan ging ich zum Erstbesten hin und stellte ihn mit einem freundlichen “Entschuldigung, können Sie mir kurz sagen, wo ich MP3-Spieler finden kann” zu Rede und Antwort. Der Mann war sofort bereit dazu, mir seine Aufmerksamkeit zu schenken. Jedoch bemerkte ich schon an einem Blick in seine knopfrunden Augen, dass sich bei meiner Anfrage nur ein Vakuum in seinem Kopf bildete.
Also wiederholte ich schnell meine Frage, um peinliche Stille und eventuelle Missverständnisse aus dem Weg zu räumen: “Wo sind denn die MP3-Spieler?”. Weiterhin verdutzt dreinblickend wiederholte er bruchstücksweise meine Anfrage: “MP3-Spieler?”. Woraufhin ich das Niveau unserer Konversation hielt, indem ich sagte: “Ja! MP3-Spieler.” Sein Blick wurde jedoch keineswegs klarer. Seine Hände wurden feucht und sein Kopf begann, sich hilflos im Verkaufsraum zu orientieren. Ich wiederholte also nochmals das Schlagwort, in der Hoffnung, dass ihm dann die Erinnerung an diese kleinen, mysteriösen Geräte zum Abspielen von MP3-Dateien kommen würde.
Doch von Mal zu Mal schien er ahnungsloser. Was war los? Hatte ich etwa das unheimliche Glück, an einen Mitarbeiter zu geraten, der die letzten zehn Jahre verschlafen und die rasante Entwicklung auf dem Portable-Entertainment-Markt versäumt hatte? Aus reiner Selbstbescheidenheit heraus, begann ich den Fehler bei mir zu suchen. Und siehe da: Was, wenn ich das falsche Vokabular benutzt hatte? Sollte ich besser nach einem “MP3-Player” fragen?
Also tat ich, wie mir mein Zweifel befahl und wiederholte die ganze Ansage noch einmal, dieses Mal aber, mit der englischen Bezeichnung für MP3-Spieler. Und siehe da, der überforderte Mitarbeiter begann sich zu beruhigen, sammelte sich und gab mir mit gestrecktem Zeigefinger und einem typisch überheblichen Verkäufer-Lächeln die Antwort: “Da hinten, gleich neben den Videokammeras!”.
Ich lies ihm den Triumpf und begab mich zu besagter Stelle, während er sich wieder, wie als wäre nichts geschehen, der stupiden Arbeit des Regaleeinräumens widmete. So lernte ich an diesem Tag im Elektro-Fach-Discounter zwei Dinge: A) Sender und Empfänger bedürfen des gleichen Codes und 2. Englisch sprechen und verstehen sind zweierlei Dinge und last-but-not-least IV. Der Service solcher Discounter ist, wie immer, nett, allumfassend und allwissend, wenn da nur die dumme Kundschaft nicht wäre.
Einsortiert unter: Gedanken, Mal sehen | Schlagwörter: Abraten, Abscheu, Adolf Hitler, Anschauung, anstrengend, Anti-Helden, Arsch, Arschkriecher, Attraktivität, Aufmerksamkeit, Augen, ändern, Buch, Chance, Charles Manson, Che Guevara, Clou, Dreck, empfinden, Empfindungen, Erinnerung, ewige Ruhe, Fall, Fan-Club, Gedanken, gerecht, Gewissen, Grund, Hass, human, Isolation, kämpfen, Kopf, Kult, Leben, Lebensdauer, Leute, mahnen, Menschen, Milliarden, Normalhumandenkende, Person, Pferd, Rücken, Rede, reden, reiten, Sache, schuldhaft, Sicherheit, Spaßvögel, switchen, Tag, Taten, tausendmal, Töne, Tod, Tron der Einsamkeit, unsterblich, Unterlass, Utopie, verdammt, Vergessenheit, Vorstellungen, Wahl, Wahnsinn, Weg, Wege, Welt, Zögern, Zeit, Zig-Mal, Zufriedenheit, Zwischenmenschlichkeit
Also Leute, meine Rede: “Das was das Leben so schön macht, ist das Leben an sich und nicht das, was danach kommt!
Es gibt zwei Wege, unsterblich zu werden. Den Weg der guten und den Weg der schlechten Erinnerung an einen. Den schlechten Weg zu gehen ist ganz einfach und geht rasend schnell. Hass und Abscheu sind relativ einfach zu erregen und haben eine verdammt lange Lebensdauer. Aber wer damit Leben will, wird nicht glücklich im Leben sein. Im schlechtesten Fall entsteht aus der erzeugten Isolation ein Wahnsinn um die fehlende Zwischenmenschlichkeit zu kompensieren. Und dann? Dann kann gehofft werden, dass es höchstens nur eines Opfers bedarf, um dem Wahnsinn ein Ende zu machen. Dennoch ist die Verlockung groß, denn Anti-Helden haben große Attraktivität – zu jeder Zeit, noch bis Zufriedenheit gerecht verteilt ist (womit mit Sicherheit keine abstruße Utopie gemeint wäre). Charly Manson, Adolf Hitler, Che… Alle haben andere Menschen auf dem Gewissen. Jeder hat seinen Fan-Club. Besonders die, deren Ideen von ihren Fans als sehr ‘human’ bezeichnet werden. Haha, ihr Spaßvögel… ‘Normalhumandenkende’ werden sie jedoch für immer mit Hass und Abscheu belegen.
In guter Erinnerung zu bleiben, ist hingegen verdammt anstrengend und oftmals sinndienlicherweise nur selten von Aufmerksamkeit verfolgt. Aber es ist der Weg zur Zufriedenheit. Im Leben. Nicht erst mit Eintritt der ewigen Ruhe. Wie denn nun der Weg der guten Erinnerung ausschaut? Das weiß doch jeder. Wurde doch schon so viel drüber geschrieben. Wer noch nie was darüber gelesen hat, kann sich ja mal Gedanken machen. Oder mal was lesen oder besser noch mit anderen darüber reden.
Und jetzt der Clou am ganzen Leben: Jeden Tag, ohne Grund, ohne Zögern kann zwischen den Wegen geswitcht werden. Das gilt für alle und ist auch von allen machbar. Wie ihr euch entscheidet ist leider eure Sache, aber behauptet später nicht, ihr hättet nie die Wahl gehabt oder nie die Chance bekommen, euch zu ändern! Denn davon könnt ihr euch danach auch nichts mehr kaufen…
Und wer mir jetzt vorwirft, ich würde große Töne kotzen, weil das alles gar nicht so einfach sei, der sollte sich mal anschauen auf seinem Thron der Einsamkeit und raffen, dass es das Leben so verdammt wert ist, dafür ohne Unterlass zu kämpfen! Leute, wer vom Pferd gefallen ist, der klopft sich den Dreck vom Rücken und vom Arsch, schaut dem Pferd tief in die Augen, steigt wieder auf und schreit, ‘jetzt erst recht!’. Und Leute, wenn ihr nicht wisst, wie man ‘reitet’ dann fragt einen der sieben Milliarden anderen Menschen, die größtenteils auch schon Zig-Mal vom Pferd gefallen sind. Ihr wisst ja – Zwischenmenschlichkeit! Und keiner beißt euch den Kopf ab…
So, und wer mir noch vorwerfen will, dass ich ein romantischer Arschkriecher mit utopischen Vorstellungen und übertolleranter Anschauung bin, weil ich jedem die Chance zuspreche, sich zu ändern, der sollte nochmals darüber nachdenken, wie einfach Hass zu empfinden ist, und dass auch ich Hass für die empfinde, die mir schuldhaft weh getan haben. Das haben sie verdient. Ich belege solche Leute dann mit dem, was sie wirklich straft – ich belege sie mit Vergessenheit. Nicht ihre Taten, aber ihre Person. Die Taten, die Empfindungen dadurch werden bleiben. Sie sollen mahnen. Wer einem anderen Menschen schuldhaft weh tut, wird sich so eine weitere Chance verbauen, ewig in Erinnerung zu bleiben – ‘unsterblich’ zu werden.”.
Das war meine Rede. Ich weiß, es kommt einem irgendwie bekannt vor. Wurde ja aber echt schon tausendmal gesagt. Die meisten haben aus dem ganzen – trotz Abraten – einen Kult gemacht. Viele denken sogar, es wäre allein der Kult, der das ganze Leben besser macht. Aber wir haben doch nur eines! Kein Buch der Welt kann es uns zurück geben, wenn es dann zu spät ist.
Einsortiert unter: Gedanken, Mal sehen | Schlagwörter: Abwehrkräfte, Ahnung, bewusst, Dejavu, Erfahrung, Erinnerung, Gedächtnis, Gehirn, Hirn, Krankheit, Kurzzeitgedächtnis, Langzeitgedächtnis, Schweinegrippe, Spreicher, Theorie, unterbewusst, Wille
Ja ich weiß. Das klingt überheblich! Aber so ist es nunmal. Ich habe keine Lust auf diesen Mist. Kann man mir ja auch nicht übel nehmen.
Jetzt aber mal ganz egal, wie gefährlich das Ding ist, ich habe so die Schnauze voll davon, dass sich die Schweinegrippe gar nicht in meine Nähe zu wagen braucht. Ich würde mich tierisch aufregen und erstmal fragen, was das ganze Trara denn soll!
Jetzt aber zurück zu meiner Anfangsaussage: Ich bekomme keine Schweinegrippe. Also ich weiß es einfach. Man kann sagen, “ich hab’s im Urin” oder “ich hab’s im Gespür”. Ich weiß es einfach. Woher weiß ich nicht. Aber es ist in meinem Kopf. Nein, es ist keine Stimme, die mir das sagt! Die Stimme erzählt von anderen Dingen… Redrum! Hehehe. Spaß!!!
Ich habe das öfter. Also dass ich weiß, was passieren wird. Stellt euch das nun aber nicht zu spektakulär vor! Es bezieht sich auch in erster Linie auf Geschehnisse, die ich ohnehin aktiv oder zumindest unterbewusst mitbeeinflussen kann. Und die Ahnung des Eintritts speist sich sicherlich auch nur aus Erfahrung. Zumindest denke ich, dass keinerlei Mystik dahinter steckt.
Zum Beispiel habe ich mich einmal gefragt, ob das berühmte DejaVu nichts weiter als ein cooler Trick des Gedächtnisses ist. Ok, das denken viele. Ich vermute nun aber, dass unser Gehirn die Zeitwahrnehmung verschiebt. Beziehungsweise, dass jetzt Erlebtes in den “von Gestern”-Speicher abgelegt wird und somit eine Überlagerung der Wahrnehmung geschieht. Habts ihr das verstanden? Also beispielhaft: Ich sitze jetzt gerade vor meiner Tastatur und schreibe diesen Text. Über den Monitor lese ich den Text und habe plötzlich das Gefühl, als hätte ich den Text schon einmal Wort für Wort gelesen oder geschrieben (nein, ich vertippe mich nicht so oft, dass es in der Tat der Wahrheit entsprechen könnte). Mein Gehirn hat den Text und das Tippen natürlich in den Kurzzeitspeicher gelegt. Aber, komischerweise auch in den Erinnerungsspeicher, in dem sonst nur bereits Geschehenes abgelegt wird. Beim Zugriff auf die Speicher kann mein Hirn nicht mehr differenzieren. So erinnere ich mich wage daran, diesen Text – während ich ihn schreibe – schon einmal geschrieben zu haben. Jetzt wäre es natürlich noch interessant, warum das Brain so tut: aus Selbstschutz oder wegen Fehlfunktion?
Mit der Schweinegrippe ist das ja nun ähnlich. Indem ich mir bewusst und unterbewusst klar mache, dass ich das nicht will, stärke ich meine Abwehrkräfte. Außerdem vermeide ich sicherlich unterbewusst auch gewisse Handlungen und Orte etc. an denen oder durch die meine Abwehrkräfte geschwächt werden könnten oder ich mir die Schweinegrippe holen könnte.
Falls es übrigens nicht klappt, dürft ihr mich gerne auslachen.