mal sehen


Ein wichtiges Thema!

Ein wichtiges Thema, nicht von mir erläutert, aber in Hinblick auf das was kommen kann, sehr im Sinne dieses Blogs. Wenn man so will, betreibe ich auf diesem Blog ja nebenbei so etwas wie Verhaltensforschung. Indem ich von anderen Menschen und mir und uns und deren Verhalten in bestimmten Situationen erzähle, möchte ich zumindest ein bisschen in Aussicht stellen, dass sich Menschen nicht nur menschlich, sondern manchmal auch verdammt gut verhalten. Und dass der Umgang mit diesem Verhalten, egal ob gut oder schlecht, nicht zu Fehlreaktionen führen sollte, sondern zu einer besonnenen und über alles erhabenen Gegenaktion.

Gutmenschlich mag man das nennen, humanistisch oder gar töricht. Aber über eines scheinen sich wohl alle, insbesondere die Geschichte der Menschheit, einig zu sein: Frieden wird nicht durch Krieg gewonnen. In Anbetracht des Individuums ist zudem klar, dass wir in einer Zeit der Selbstverwirklichung, der Selbstreflexion und der dazu erforderlichen Harmoniesuche leben. Wie soll in Phasen der Aggression Zeit für erstere zu finden sein, wenn Kopf und Körper unter Stress stehen?

Dauerstress wirkt sich nachweislich bei den meisten Menschen schlecht aus. Ventile müssen her. Aggressionen, Magengeschwüre und so weiter und so fort. Ein Teufelskreis entsteht, der sich über das Netz der Begegnungen auf die Gesellschaft ausbreitet.

Dazu eine kurze Geschichte meines Freundes aus Gambia in Afrika: Er sagte mir neulich, „wenn er hat Stress mit einer Person, er rennt weg. Wenn hier alle gestresst von Arbeit, von Geld, dann du kannst nicht wissen, wie dies Person drauf ist. Vielleicht sagst du deine Meinung und dies Person grad hat kein Geld oder Probleme mit Arbeit oder Frau, dann alles kann passieren. Zuviele Probleme in dies Land.“

Nun zurück zum Thema, bevor ich mich weiter über meinen Blog ausbreite…

Ein gewisser Prof.Dr.Dr. Spitzer, seines Zeichens sehr umstrittener Hirnforscher, behauptet nun, dass technische „Hilfsmittel“, wie Computer, Navigationsgeräte, Smartphones etc., dem Hirn eher schaden, als helfen. Da Herr Spitzer meiner Meinung nach sehr schlüssig und argumentativ und eben größtenteils mit meiner Meinung übereinstimment argumentieren kann, will ich auf das Interview in einer regionalen Tageszeitung hinweisen:

„Hirnforscher Spitzer sagt, was digitale Medien unseren Kindern antun.“

Ich denke, zumindest die Diskussion über Spitzers These sollte das Hirn mehr in Fahrt bringen, als ein Sudoku vor dem Schlafengehen. Ach ja, wer will, darf sich auch gerne weiter über meinen Blog ausbreiten. Ich empfehle mit dem ersten Eintrag zu beginnen…



Accept The Difference

Heute hatte ich mal wieder eines dieser „philosophischen“ Gespräche. Noch vor wenigen Jahren habe ich mich darüber geärgert, wenn jemand solche Gespräche philosophisch genannt hätte, aber durch Diskussion zu einer Erkenntnis zu gelangen, ist wohl einfach nichts anderes. Egal, es geht ja um das Thema des Gesprächs.

Wir hatten es von Menschen, die nicht akzeptieren können, dass es Menschen gibt, die einfach unterschiedlich sind. Wenn wir mal genau hinschauen, dann können wir uns da auch an die eigene Nase fassen. Vorallem wenn es darum geht, dass andere Menschen andere Vorstellungen vom Glücklichsein haben.

In unserem Gespräch ging es darum, dass meiner Gesprächspartnerin nicht gegönnt wurde, dass sie ihr Glück auf die nicht ganz so konservative Art und Weise gefunden hat. Sie widerum konnte nicht verstehen, dass es Menschen gibt, die einen konservativen Rahmen brauchen, um glücklich zu sein. Das macht keinen besser oder schlechter, klüger oder dümmer, dass zeigt lediglich, dass es unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnisschwerpunkten gibt.

Wenn wir auf jemanden wütend sind oder jemanden einfach nicht leiden können, dann fällt es uns schwer, demjenigen sein Glück zu gönnen, weil wir uns (un-)komischerweise besser fühlen, wenn es dieser Person schlecht geht. Manchmal ist es sogar so, dass wir am Glück der anderen zweifeln, obwohl es deutlich auf der Hand liegt, nur weil es nicht unserem Glücksempfinden entspricht.

Aber solange jemand glücklich ist, sollten wir das akzeptieren, da dieses Glück auch uns zu Gute kommen kann. Auch wenn man die Floskel „Accept the Difference“ weit verstehen kann, so sollten wir aber nicht jeden Unterschied einfach so hinnehmen. Schließlich gibt es Menschen, die Glück, oder nennen wir es Befriedigung, dadurch erreichen, dass sie anderen Menschen weh tun. Das geht nicht. Inakzeptabel.

Und da müssen wir uns alle an die eigene Nase fassen, weil jeder von uns schon einmal inakzeptabel gehandelt hat. Bei kleinen Kindern sagt man noch, sie können so brutal sein und tolleriert es. Kinder sollen ja auch noch lernen und jeder soll die gleichen Chancen bekommen, seine eigenen Erkenntnisse aus seinen eigenen Erfahrungen machen zu dürfen. Aber als Erwachsene, als „vernünftige“ Erwachsene, sollten wir manchmal über unseren Schatten springen können, und anderen ihr Glück gönnen – andere als das akzeptieren, was sie sind: anders als wir selbst.

Für mich war das schon immer klar, für euch sicher auch. Wenn das mal nicht so klar ist, dann muss man es sich wieder in den Kopf rufen und akzeptieren, dass man selbst auch Fehler macht und dass andere das auch machen. Man akzeptiert andere nicht immer und man wird von anderen nicht immer akzeptiert. So what!? Kein Grund es bleiben zu lassen…



Was hindert uns daran, andere so zu behandeln, wie wir selbst behandelt werden möchten?
April 4, 2012, 5:30 pm
Filed under: Gedanken, Mal sehen | Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Diese Frage würde ich gerne in einer Art Diskussion beantworten. Also seid ihr alle herzlich dazu eingeladen, eure Meinung dazu zu schreiben.

Zunächst aber meine eigenen Überlegungen:

Was hindert uns daran, andere so zu behandeln, wie wir selbst behandelt werden möchten?

Bevor ich auf Hinderungsgründe eingehe, will ich versuchen, zu skizzieren, wie ich gerne behandelt werden möchte. Und ich denke, viele Menschen wollen ähnlich oder gleich behandelt werden.

Ich selbst möchte gut behandelt werden. Was heißt gut und warum gut?

Also mein Verständnis vom Sinn des Lebens ist, dass ich ein glückliches und zufriedenes Leben führe. Zum einen will ich, dass meine Grundbedürfnisse gestillt sind, zum anderen will ich dabei ein gutes Gefühl haben, also rundum glücklich sein.

Zu den Grundbedürfnissen gehören z.B. körperliche Grundbedürfnisse, Sicherheit und soziale Beziehungen. Körperliche Grundbedürfnisse sind banal gesehen die Atmung,Wärme, Trinken, Essen, Schlaf. Unter Sicherheit fallen Unterkunft, Gesundheit, Schutz vor Gefahren und Ordnung. Soziale Beziehung umfassen Freundeskreis, Partnerschaft, Liebe, Nächstenliebe, Sexualität, Fürsorge und Kommunikation. In der Psychologie werden vier Grundbedürfnisse aufgezählt: Bindungsbedürfnis, Bedürfnis nach Orientierung und Kontrolle, Bedürnis nach Selbstwerterhöhung und Selbstwertschutz, Bedürfnis nach Lustgewinn und Unlustvermeidung. (Quelle: Wikipedia Grundbedürfnis)

Manche dieser Ziele kann ich natürlich ganz egoistisch im Alleingang erreichen. Dafür beschneide ich aber andere Grundbedürfnisse, die ich durch eine egoistische Bedürfnissstillung behindere. Einfach ausgedrückt, was habe ich von all dem Spaß, wenn ich ihn nicht mit jemandem teilen kann?

Ich unterteile deshalb in Glück und Zufriedenheit. Zufriedenheit sind all die Bedürfnisse, die ich auch egoistisch erreichen kann. Also körperliche Grundbedürnisse und Bedürfnisse der Sicherheit, bzw. das Bedürfnis nach Orientierung und Kontrolle und das Bedürfnis nach Selbstwertehöhung und Selbstwertschutz. Bei genauer Betrachtung stellt man aber bereits fest, dass selbst diese egoistischen Bedürfnisse nur durch Stillung der Glücks-Bedürfnisse zufriedenstellend sind. Wie soll ich in anbetracht psychosomatischer Auswirkungen körperlich zufrieden sein, wenn ich Stress mit anderen Menschen habe? Wie soll mein Bedürfnis nach Sicherheit und Ordnung gestillt sein, wenn ich weiß, dass ich Feinde habe? Wie soll ich volle Kontrolle erreichen, wenn ich weiß, dass es Leute gibt, die meine Kontrolle unterwandern?

Glück und Zufriedenheit geben sich also die Klinke in die Hand und sind voneinander abhängig. Aus eigener Erfahrung kann ich dies nur bestätigen.

Jetzt sieht man ja bereits, dass die eigenen Bedürfnisse von anderen abhängig sind. Was ebenfalls nicht von der Hand zu weisen ist, ist dass jeder Mensch solche Grundbedürfnisse hat und jeder diese Bedürfnisse stillen möchte.

Daraus ergeben sich einfache Verhaltensweisen, die uns Menschen auf Grund unserer evolutionären Entwicklung immanent sind. Interpretiert man zum Beispiel Teile der Bibel als sozialen Verhaltensratgeber, so könnte man die zehn Gebote als recht sinnvoll erachten. Andererseits sind diese sicherlich von damaligen Moralvorstellungen geprägt und lassen menschliche (animalistische) Bedürfnisse außer Acht. Solche Moralvorstellungen begegnen uns aber auch bei der heutigen Interpretation von Bedürfnissen. Hier ist ganz klar von erlernter und angeborener Moral zu unterscheiden. Hier ist zum Beispiel darauf hinzuweisen, dass bereits Kinder das Töten anderer nicht gut finden, oder dass Altruismus auch bei Tieren und Kleindkindern vorhanden ist.

Ich hoffe, ich konnte jetzt kurz, aber nachvollziehbar darstellen, warum die Stillung meiner Grundbedürfnisse in mir das einfache Bedürfnis erwecken, gut behandelt zu werden.

Nun dazu, wie man erreicht, gut behandelt zu werden. Wer ein Restaurant besucht oder eine Dienstleistung in Anspruch nimmt, erwartet, gut behandelt zu werden. Aber auch bei alltäglichen Begegnungen mit Fremden, hat man solche Erwartungen.

Was ist eine gute Behandlung? Am einfachsten ist die Antwort wohl, wenn man die schlechten Behandlungsmöglichkeiten ausgrenzt. Will man angestresst werden? Will man einen unfreundlichen Blick kassieren? Will man beleidigt werden? Kurz, will man respektlos behandelt werden? Nein. Respektlos behandelt zu werden macht nicht glücklich. Will man belogen werden? Will man gespielte oder geheuchelte Sympathie ernten? Will man verarscht werden? Kurz, will man unehrlich behandelt werden? Nein, unehrlich behandelt zu werden macht ebenfalls nicht glücklich.

Fazit ist also, ich will respektvoll und ehrlich behandelt werden.

Ich muss also die Menschen in meinem Umfeld und auch Fremde dazu bringen, mich respektvoll und ehrlich zu behandeln. Die Ehrlichkeit setzt voraus, dass der Respekt nicht geheuchelt ist und der Respekt erfordert, mit Ehrlichkeit auf mich zuzugehen. Erzwungener Respekt und erzwungene Ehrlichkeit widersprechen also meiner Meinung nach den beiden Anforderungen, da sie sich gegenseitig einschließen. Respekt durch Terror zu erzwingen bedeutet, den anderen zum Lügner zu machen, weil der Respekt nicht auf ehrlicher Sympathie beruht, sondern auf Selbstschutz.

Ich kann wohl kaum davon ausgehen, dass mir Ehrlichkeit und Respekt entgegengebracht werden, wenn ich nicht ebenso Respekt und Ehrlichkeit entgegenbringe. Sowieso muss ich davon ausgehen, dass meine Mitmenschen auf mich reagieren. Am Beispiel des Restaurants würde man sagen, der Kellner war so unfreundlich, dass ich ihm kein oder wenig Trinkgeld gebe. Beziehungsweise, der Kellner war so super, dass ich gerne Trinkgeld gebe.

Denn wie bereits erläutert, stillt eine gute Behandlung die Grundbedürfnisse. Werden diese gestillt, nehmen Glück und Zufriedenheit zu. Ist man glücklich und zufrieden, strahlt man dieses auch nach außen aus. Wie wichtig diese Ausstrahlung ist, sieht man daran, dass allein die Kommunikation zwischen den Menschen größtenteils non-verbal funktioniert. Wie ich also den anderen gegenübertrete, wie ich sie behandle, ist ausschlaggebend dafür, wie sie mich wahrnehmen, ob sie sympathisieren oder meiner Person aus dem Weg gehen möchten, weil sie eine Störung ihrer eigenen Grundbedürfnisse fürchten.

Ein einfaches Beispiel für eine solche positive non-verbale Ausstrahlung ist das Lächeln. Lächeln macht glücklich. Wer dazu gerne mehr erfahren will, findet eine nette Zusammenstellung auf Brigitte.de! Hehe. Nicht umsonst wird Verkäufern gesagt, dass sie möglichst lächelnd kassieren sollen. Die Körpersprache ist aber nur ein Teil, wie man positiv mit anderen umgehen kann, um wiederum selbst gut behandelt zu werden. Je enger eine Beziehung zwischen zwei Menschen ist, desto häufiger und expliziter müssen Respekt und Ehrlichkeit zum Ausdruck gebracht werden, um die Enge, das Vertrauen, aufrecht zu erhalten. Wird man also ständig nur beschimpft oder als Lügner bezeichnet, verliert man schnell die Lust, sich respektvoll und ehrlich zu verhalten.

So denke ich, müsste einfach ausgedrückt klar sein, warum es sinnvoll ist, andere so zu behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte.

Was hindert und also daran? Warum behandeln manche Menschen andere schlecht? Worin liegt deren Motivation?

Zuerst muss man als Hindernis wohl Erkrankungen nennen. Diese können sowohl psychischer als auch physischer Art sein. Da solche Erkrankungen ein wenig mehr Platz in Anspruch nehmen, spare ich mir einzelne Aufzählungen und bleibe bei einem bekannten Beispiel. Wer einen Mangel in der Wahrnehmung hat, kann sich nicht sicher sein, woran er beim andern ist und wird deshalb seine Selbstschutzmechanismen nutzen. Dies ist bei Alkohol oft der Fall, der die Wahrnehmung stark verändert. Betrunkene reagieren oftmals überzogen auf Dinge, die sie verfälscht wahrnehmen und denen sie dann alkoholbedingt eine falsche Gewichtung zuordnen.

Psychologisch wichtig sind Traumata und Depressionen. Erlebnisse, die einschneidende Erfahrungen waren und nicht bewältigt wurden. Durch sie findet quasi eine Umgewichtung der Grundbedürfnisse statt. Daraus können also auch Erwartungen an soziale Grundbedürfnisse verzerrt werden. Erwartungen an die Mitmenschen, Toleranzen und Launen können verändert sein.

Zum zweiten hängt eine Schlechtbehandlung auch von Erziehung und Erfahrung ab. Uns wurden mit Sicherheit gewisse Maßstäbe beigebracht, an denen wir messen, ob wir jemanden respektieren sollen oder ob nicht. Hier spielen wieder Moralvorstellungen und Werte eine große Rolle. Jemand, der gelernt hat, dass das Dienstpersonal minderwertig ist, wird diesem schwerlich mit vollem Respekt gegenübertreten. Wer HartzIV-Empfänger für faul hält, wird sie nicht so respektieren, wie einen erfolgreichen Arbeitnehmer. So kann zum Beispiel die Bewertung einer Eigenschaft an der einen Person positiv und an einer anderen Person negativ stattfinden, obwohl die Eigenschaft vollkommen gleich ist und zudem nicht einmal Charakterbestimmend.

So!

Soviel mal vorerst zu meiner Meinung. Ich würde mich über andere Meinungen sehr freuen. Behandelt mich gut! Hehehe… Spaß, ich denke mein Karma-Konto sieht ganz gut aus. Auf das Thema bin ich übrigens durch Politik gestoßen.

Vielleicht bieten sich durch die Diskussion also auch Gedanken zur Überwindung solcher Hindernisse an. Utopie…?



Die Sonne strahlt wie Fukushima!

Lasst uns gerne darüber reden, aber lasst uns die Dinge beim Namen nennen. Atomkraft birgt das Risiko der unkontrollierten Kernschmelze, welche als größter anzunehmender Unfall eingestuft wird. GAU ist kein Emoticon. GAU ist, wenn die Kacke so sehr am dampfen ist, dass sich keiner mehr ins Klo traut.

Unsere Energieversorgung hat uns ohnehin schon fest im Griff. Schämt euch doch mal endlich! Und Der Spiegel titelt: „Unser feindlicher Planet“, kontert online dann aber mit „Das Ende des Atomzeitalters – Fukushima 12.März 2010, 15.36 Uhr“. Da steigt der Puls beim Gedanken an den schlampigen Verleger, der auch als Manager im Atomkraftwerk arbeiten und auf Mutter Natur scheißen könnte.

Die Kacke stinkt aber jetzt schon recht saftig. Sofort kommt Frau Merkel und lässt deutsche AKW’s kontrollieren. Ja haben die bei der Diskussion über Laufzeitverlängerungen nichts kontrolliert? Wird das hoffentlicht nicht schon seit Inbetriebnahme regelmäßigst unternommen? Ja wo leben wir denn? Schämt euch doch mal endlich!

Dann wären da außerdem noch die vielen Endlager, in denen der radioaktive Müll aus den Kernkraftwerken lagert. Die kosten uns zusätzlich viel Geld und stellen auch ohne Erdbeben ein ständiges Risiko dar. In unserer nächsten Entfernung schlummern rostende gelbe Fässer mit strahlendem Material in alten Bergbaustollen, die wohl zwangsläufig einstürzen und deshalb scheinheilig für Milliarden von Euro in Stand gehalten werden. Muss das sein?

Ich hoffe wirklich sehr, dass dieses Thema endlich zu den baldigen Akten gelegt werden darf! Das wäre wirklich spitze Leute! Es gibt genügend Alternativen, die regional für beste Erträge sorgen und dadurch auch von übermächtigen Energieversorgern unabhängig machen sollten.



Wie wahrscheinlich ist der Zufall?

Der Zufall! Ein sagenumwobener Begriff, der unterschiedlichste Empfindungen hervorrufen und dessen Herkunft oft zu weltbewegenden Diskussionen führen kann.

Da misch ich mal kurz ein. Welch Zufall! Nein, ich führte neulich eben eine solche Diskussion mit einem Freund und sitze nun geplanter Maßen vor dem Computer. Aber es war doch mehr oder weniger Zufall, wie diese Diskussion zum Laufen kam. Oder haben wir beide nicht auch mehr oder weniger durch die Themenauswahl beschlossen, zu dieser Frage zu gelangen? Quasi im Konsens auf beidseitiger Suche nach spannender Unterhaltung?

Es war der erste schöne Sonnentag dieses Februars und wie von oben strahlte uns auch die Sonne aus dem sprichwörtlichen Arsch. Die Luft war mit ersten Spuren des Frühlings vermischt und wir genossen den Moment im Wald auf einem Baumstamm sitzend. Wir genossen die gegenseitige Anwesenheit – und damit meine ich wohl so ziemlich alle Lebewesen, die an diesem Tag im sonnigen Wald entspannten.

Und all das wegen des Zufalls, dass die Sonne die hohe, ausgedünnte Wolkendecke beiseite drängen konnte und der Wind nicht mehr allzu stark geblasen hat. Klimatische Phänomene, die weltweit vernetzt (auch wireless) agieren und ziemlich akkurat aufeinander abgestimmt sind. Mafiöse Strukturen. Seit Anbeginn der Zeit. Sozusagen zurück bis zu dem Zeitpunkt, als die Erde als heißer Masseball ihre atmosphärefreundliche Position neben dem ultramassiven Stern namens Sonne fand und sich so sehr freute, dass sie anfing im Kreis zu tanzen, damit sie die Fliehkräfte geschickt gegen die Anziehungskräfte der Sonne ausspielen kann.

Und jetzt zoomen wir raus aus dem Bild und sehen viele solcher Sonnensysteme. Die verschwinden zu millionen in spiralförmigen Milchstraßen neben weiten Flächen ohne sichtbarer Materie. Zooooommmm. Stopp!

Da denkt man doch gleich an die Fraktalbilder an der Wand des Informatikstudenten. Mathematisch perfekte Endlossysteme. Naja, es besteht da eben nur der Unterschied der mathematischen Perfektion in Form von Fehlerlosigkeit. So harmonisch ist das Universum nicht aufgebaut.

Ein kleiner Fehler – oder Zufall – hat in diesem vernetzten System eventuell enorme Auswirkungen. Gehen wir ein paar Millionen Jahre zurück in der Zeit: Zwei frei herumschwirrende Massepäckchen prallen im Rausch der Geschwindigkeit gegeneinander und strahlen neben absoluter Ehrfurcht auch noch Energieschübe und Splitterbrocken ab, in der Größe von Kieselsteinchen und Feinstaub bis zum Wolkenkratzer und darüber hinaus, ganz zu schweigen von den beiden Massepäckchen, die total verwirrt auf neue Kollisionsbahnen gelenkt werden.

Zu selbiger Zeit herrschten gleich um die Ecke auf der Erde seit ca. 160 Millionen Jahren voll ungebremster Entwicklungsmöglichkeiten die Dinosaurier. Sie lebten im Gleichgewicht mit der Natur und erreichten dadurch enorme Entwicklungsstufen. Bis zu eben dem Tag, als ein T-Rex in einer Höhle mit seinen kurzen Stummelärmchen ein Bild von einem weiblichen T-Rex in schwarzen Strapsen an die Wand kritzelte und somit die Stufe der kulturellen Entwicklung des Spatzenhirns erreichte. Nun daraus wäre dann das Rad, die Waffe und irgendwann sicherlich die Entwicklung des Computers hervorgegangen, hätte sich gleich draußen ums Eck nicht bei einer Massekollision alles gegen die Dinos gewendet. Ba-Boom!

So besagt es die eine Theorie, aber was spielt das für eine Rolle? Klar ist doch, die Dinosaurier hatten keine Liste, auf der sie sehen konnten, dass sich der Mensch irgendwann die Erde untertan gemacht haben würde. Ohne Zufall wären sie noch heute da – wahrscheinlich recht dezimiert und auf der Suche nach genügend Energie, um ihren Fortschritt wirtschaftlich zu halten. Außer vielleicht, ihr Hirn hätte sich zu einem mit-dinosaurierachtenden Wunderwerk der Erkenntnisumsetzung entwickelt. Egal, denn jetzt sind wir dran. Wir haben PCs und Museen, in denen wir uns gelangweilt die Knochenreste solcher einstiger Überwesen anschauen können.

Der Zufall wollte es so. Alles muss sich dem Zufall beugen. Weil alles in Abhängigkeit steht, ob große Massen oder kleinste Teilchen bis hin zu bloßen Strahlen und tatsächlich auch der Krone der Schöpfung, nämlich uns.

Partypeople, das ist doch klar, dass wir schon allein wegen 7 Milliarden und sogar vernetzten Mitbewohnern mit jeweils unzähligen Hirnnerven, die alle mal einer Fehlfunktion unterlaufen können, nicht vor den Konsequenzen eines kleinen Zufalls gefeit sind. Und jeder kennt doch auch solche Momente: unabhäng gleiche Gedanken, ein Treffen, ein Unfall, ein guter Tipp, Glück und Pech. Moment. Sind Glück und Pech nicht eher Fragen des auch so ominösen Schicksals? Tritt da nicht der Masterplan auf die Bühne? Steckt da eventuell eine Metaphysik dahinter? Quasi absolut-dunkle Materie?

Oh Gott, was steckt da bloß dahinter? Panik!
Entwarnung!

Warum ist es denn bitte sehr so wichtig, was hinter all dem steckt oder ob es nämlich doch gar kein Zufall war, dass wir hier sind, bzw. das jeder Zufall einem Grund entspringt, den man erforschen könnte? Und das Ergebnis der Forschung ist dann wieder nur eine vieler Theorien über Naturwissenschaft oder Gott.

Was aber wiederum von keiner Seite anzuzweifeln sein sollte, ist die Tatsache, dass Teilchen zur Unordnung tendieren. Je nach Ordnungzustand geht das manchmal ziemlich schnell, wie auf meinem Schreibtisch, manchmal dauert das gerne mal eine Millionen Jahre, bis zwei verfestigte Ordnungsbollen auf ihrem geordneten Weg durchs Universum kollidieren und so eventuell das Aussterben einer Art auslösen. Es wird passieren. Irgendwo da draußen.

Und in der Größenordnung, in der wir uns, als kleinste Teilchen eines unbegreiflich großen Universums befinden, ist es doch so gesehen kein unbegründeter Zufall mehr, dass uns manchmal ein Zufall passiert. Der Auslöser in dieser Kettenreaktion ist der Hang zum Chaos. Zum Zerfall. Dagegen ist noch kein Kraut gewachsen. Und wehe dem, der danach sucht!

Ich fordere deshalb mindestens eine Stunde pro Tag, an der sich ein jeder dem Zufall hingeben sollte. Ich empfehle mit möglichst vielen Lebewesen und Gegenständen in einen Raum zu gehen, da dort die zufallsbegünstigende Unordnung in allen Ecken und Engen lungert.

Viel Spaß beim Zufallen!



Und wer hätte das gedacht…?

Da steht sie vor mir. Ich begreife nicht. Sie spricht die Wahrheit. Aber ich begreife nicht. Nicht jetzt. Nicht aus diesem Grund. Nicht jetzt. Wie als würde das noch irgendeine verdammt Rolle spielen!? Wie als hätte ich ihr noch nie gesagt, dass es gewisse Gründe gibt… Wie als hätte sie mich nicht wegen diesen Idealen geliebt?

Ich kann es nicht mehr gründlicher betrachten. Ich könnte. Ich muss nicht. Aber ich könnte. Und dann hebt sie die Hand. Tausende von Farben flattern an meinem Auge vorbei. Ein lauter Knall und ich folge ihren Fingern auf Schritt und Tritt! Und plötzlich steht sie da – mitten auf der Bühne zwischen all den glitzernden Farben, welche sich gerade in den Diamant gefressen haben, der inmitten meiner Brust verkrustet vor sich hin gammelt und jeden Riss fürchtet, wie ein Haitianer das Beben unter seinen Füßen.

Sie weicht aus wie ein Türsteher. Warum? „Ich diskutiere nicht mit dir!“. Warum diskutieren, wenn mich sowieso schon zu sehr fickt, was du als Grund für eine Trennung angibst! Hätte es nicht wenigstens mein Fehler sein können, muss es denn ausgerechnet an meinem Erscheinungsbild liegen!? Konnte ich dir nicht erklären, dass du mir gegenüber die scheißverfickte Wahrheit kunt tun kannst!? Habe ich dir nie die Ideale einer wertvollen Einigkeit namens ‚Liebe‘ erklärt – und hast du mir nie die Ideale einer wertvollen Einigkeit namens ‚Liebe‘ erklärt!?

Doch. Du hast! Sogar so gut, dass ich dich jetzt verstehe. Genau das war dein Grund: mein Erscheinungsbild. Dabei war ich mir doch so sicher, dass ich endlich das Glück gefunden hatte, eine Frau zu treffen, der mein Erscheinungsbild einfach nur am Arsch vorbei geht. Ich habe sie getroffen! Sie hat mich getroffen, geliebt, vermisst, gesehnt, geträumt und ich habe sie seit langem versäumt. Mein Bild hat nicht mehr in das ihre gepasst.

Que pasa? Crap… Immer wieder und wieder.  Und wieder und wieder. Und jedesmal so schön, dass ich es immer wieder und wieder erleben kann! Ich bin eben auch nur ein Mensch… Sorry! Wann soll ich sonst Mensch sein, wenn nicht heute!? Ich kämpfe nicht mehr um die Wahrheit. Das ist mir viel zu anstrengend. Denn die Wahrheit entspricht nicht der Vernunft. Denn die Vernunft ist ein philosophisches Konstrukt abseits der Realität.

Ich könnte mich gerne, gut und gerne darüber verrückt machen. Hinterfragen, längerfristig denken, meine Enkel und deren Enkel einbeziehen. Ich könnte Tag um Tag um Tag um Tag und noch einen ganzen Tag damit verbringen, mich zu entsinnen, warum die Todesstrafe nicht spätestens jetzt für Entsetzen und Protest in all der vernetzten Welt sorgt, und stattdessen lieber Kontakte gepflegt werden. Und du machst mit mir wegen meinen löchrigen T-Shirts schluss? Fuck You!

Aber nichts desto trotz… Es ist nicht deine Schuld und es war auch nicht das Schicksal, das uns zusammengeführt hat. Es lag nicht an dem Ding, dass fast so geschaut hat, wie der Hund deiner Nachbarin. Es waren einfach nur unsere Herzen. Das Gefühl, zu tun, was getan werden muss. Alles war so richtig. So frei. So rund und vollkommen. So vollkommen, ich hätte schwören können, ich hielte das Alpha und das Omega in meinen Händen. Es war in meinem Herz. In diesem Bereich, in dem mein Diamant anfing zu glitzern, wenn du ihn mit deinem Licht anstrahltest.

Heute bin ich schlau genug, um sagen zu können, dass ich mich nicht mehr in dich verlieben könnte. Dass ich meinen Diamant nicht mehr von dir blenden lassen würde. Dennoch falle ich dir immer wieder zum Opfer, weil du es so gut verstehst, deine charakterlichen Nuancen gegen mich auszuspielen. Auf immer wieder ein neues zu begeistern, zu motivieren, zu frieden zu stellen und zu lieben. Ja, ich bin auch schlauer geworden durch dich.

Sollte ich mich betrogen fühlen? Sollte ich wegen dir traurig sein? Ich sag mal ja – äh – nein – ich sag jein! Ich sag jein. Betrogen, weil du mir sagtest, du würdest die Dinge gleich sehen, wie ich; traurig, weil ich dir so sehr vertraut habe, dass ich dich nicht mehr erkannt habe, als du mir die Wahrheit sagtest. Nicht betrogen, weil du mir gegenüber den Mut aufgebracht hast, die Wahrheit beim Namen zu nennen, und nicht traurig, weil dies der Beweis dafür ist, dass wir niemals den Grund dafür und immer einen Grund dagegen gefunden hätten.

So dumm es sich anhören mag, aber wir finden uns schon noch zusammen. Und ganz am Ende werden wir froh sein, dass wir uns in manchen Momenten des Lebens bis auf den Tod nicht ausstehen konnten. Wir beide. Mann und Frau.