mal sehen


Wenn es alle machen, kann’s nicht schlecht sein…

Den Sonntag morgen habe ich auf der Terrasse verbracht. Mit einem Kaffee, einer Gitarre und ein paar Freunden. Die Sonne schien herab und zauberte uns ein Lächeln ins Gesicht. Schön war’s!

Wir unterhielten uns über dies und das und dann über die Geschichte des Oktoberfests. Wie alles wegen einer Hochzeit zweier Adliger los ging und von einem gemütlichen Happening mit Pferderennen zu einem Weltereignis mit Bierzelten mutierte. Nach diesem geschichtlichen Rückblick warf einer meiner Freunde das Wort „rückschrittig“ ein. Damit meinte er das kulturelle Niveau der ganzen Veranstaltung.

Im Zuge seiner Feststellung brach aus mir das Wort „massentauglich“ heraus. Der Gedanke war, dass zugunsten der Massentauglichkeit auch das kulturelle Niveau gesunken ist. Ich meine wieviel Niveau hat so ein Volksfest heutzutage? Werden charakteristische Eigenheiten anderer Volksfeste verschwinden, wenn das Dirndl aus Bayern auch auf diesen getragen wird? Ist das Fest austauschbar, weil es mittlerweile bei jedem nur noch um den Rausch geht?

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Im Gegensatz…

„Leben ist das Resultat des Kampfes zwischen dynamischen Gegensätzen, Ordnung und Chaos, fest und flüssig, Tag und Nacht und all den anderen endlosen Varianten von Yin und Yang.

Schwingt das Pendel zu Gunsten des einen, so schwingt es letztlich auch zu Gunsten des anderen. Auf diese Weise wird das Gleichgewicht des Universums erhalten.“
(Übersetzung aus dem Film „Fist Of The North Star“)

Yin, das Männliche und Yang, das Weibliche, sind, wie Tag und Nacht, keine absoluten Gegensätze (Dunkelheit ist nur die Abwesenheit der Helligkeit), sondern beinhalten den Kern des anderen in sich.

Nun bin ich absolut nicht esoterisch angehaucht, aber diese Interpretation der Notwendigkeit von Gegensätzen gefällt mir doch ganz gut…