mal sehen


Der 16. Juli ist der „Tag der hübschen Frau“!

Ich erkläre hiermit den 16. Juli zum offiziellen „Tag der hübschen Frau“.  Ich weiß, ich hätte das durchaus früher erklären können, aber die Idee ist mir eben erst im Nachhinein gekommen. Was dahinter steckt, ist folgendes…

Jede Frau, die mir heute über den Weg gelaufen ist, hat von mir ein Kompliment bekommen. Ganz simpel und ganz unverfänglich. Ganz oberflächlich, dass sie hübsch ist. Und es hat rundum dazu geführt, dass sie nett und freundlich zu mir waren. Nicht dass das was neues ist, aber heute habe ich dafür ein Knoppers bekommen! Genau! So ein Schokowaffelding wie Hanuta, aber eben anders.

Ich war am Mittag spazieren. Auf einer langen Geraden und ohne Ausweichmöglichkeiten quatschte mich ein Promotion-Fuzzi an, ob ich ein Knoppers haben wolle. Klaro wollte ich ein Knoppers haben, aber damit war ich schon beinahe in seine Falle getappt. Ich solle ein Probeabo einer Zeitung annehmen, dann würde ich das Knoppers mein Eigen nennen dürfen. Meine Adresse und der Kündigungsstress sind mir aber leider etwas mehr wert, als ein Knoppers, weshalb ich dankend abgelehnt habe. Ich schlenderte weiter und keine 20 Meter später wartete schon eine junge Dame, mit Knoppers und Adresskarten, auf den nächsten Naschhasen.

Ich ging zielstrebig auf sie zu und fragte: „Hey, kann ich ein Knoppers haben, weil du so hübsch bist?“. Ein Lächeln und zwei überraschte Augen später hielt ich mein Knoppers in der Hand und hatte nebenbei noch jemanden erfreut! Ich muss zugeben, die Dame war hübsch, aber nicht mein Geschmack. Im Gegensatz zum Knoppers. Aber was hindert einen daran, ganz unverfänglich eine objektive Tatsache zu benennen? Mit Sicherheit nicht das zu erwartende Lächeln oder ein zerfließendes „Dankeschön“ noch die überraschten Augen einer Frau.

Und damit mehr Männer in diesen Genuss kommen, erkläre ich ab sofort den 16. Juli zum „Tag der hübschen Frau“ und befehle, an diesem Tag jeder Frau zu sagen, dass sie hübsch ist!

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MeMyselfAndEye im Interview

Heute Morgen gab ich ein Interview für Kessi Kolumna, der Tochter der berühmten Elefantenflüsterin. Sie war sehr freundlich, intelligent und hübsch noch dazu. Nachdem wir über mich und meine Person und Motivation geredet hatten, gab sie mir die Chance, ihr ein paar Fragen zu meinem letzten Artikel zu stellen.

Kessi K.: Reden wir doch gerne mal über deinen letzten Artikel. Ich finde es voll krass wie du immer wieder im Kreis denkst beim Schreiben. Und natürlich würde mich noch interessieren, ob die Geschichte denn fiktiv oder real ist.

MeMyselfAndEye: Wie meinst du das, im Kreis?

Kessi K.: Naja, es ist irgendwie ziemlich sprunghaft, ziemlich gedankenecht würde ich sagen.

MeMyselfAndEye: Ok. Konntest du dem Text folgen? Also ich kann, aber ich hab’s ja auch geschrieben/gedacht. Ich weiß nur nicht, wie andere das lesen…

Kessi K.: Naja, dem Text… „dem Text“… Also ich muss sagen, dass mir Gedankensprünge nicht viel ausmachen, aber ich glaube generell lässt man sich davon leicht irritieren.

MeMyselfAndEye: Ok… Hmmm. Dabei folgt alles einem Gedanken – habe ich gedacht.

Kessi K.: Ja schon, nur wir verarbeiten Informationen beim Lesen anders als wir sie beim Denken produzieren.

MeMyselfAndEye: Schon. Gibt es „Momente“ in denen du Emotionen spürst? Also im Text?

Kessi K.: Hauptsächlich da wo du rhethorische Fragen stellst und viele Adjektive benutzt, würde ich sagen. Und wo die Sätze länger werden.

MeMyselfAndEye: Hoppla! Ein Frage noch bitte: was findest du voll scheiße daran? Es tut mir leid, wenn ich das Interview an dieser Stelle umdrehe, aber ich brauche mal Kritik, sonst weiß ich nie, was gut ist und was schlecht.

Kessi K.: Voll scheiße find ich nichts, weil es halt nur ein anderer Schreibstil, dein Schreibstil ist, aber ich find es ist ein bisschen abgehackt am Anfang, so plötzlich. Aber ich habe des Gefühl, dass es Absicht ist – es macht einen auch gleich aufmerksamer beim lesen, aber es fällt eben schwerer in den Text reinzukommen.

MeMyselfAndEye: Ok! Das gefällt mir! Jetzt also ob die Geschichte real ist oder nicht?

Kessi K.: Ja?

MeMyselfAndEye: Ich hatte schon mal eine Trennung, die so begründet war. Aber eigentlich will ich damit sagen, dass der Grund für eine Trennung eben einfach nur der ist, dass das Herz nicht mehr lodert. Dass das aber auch die einzige faire und echte Begründung ist und dass man diese akzeptieren muss.

Kessi K.: Da gebe ich dir recht.

MeMyselfAndEye: Danke.

Kessi K.: Aber ich finde andererseits ist es halt oft die Begründung, die am schwersten zu verstehen ist, weil man es nicht irgendwie erklären oder nachvollziehen kann.

MeMyselfAndEye: Da gebe ich dir wiederum recht! Diesen Gedankengang habe ich ebenfalls versucht, mit in den Text zu bringen. Auch die Wut, die so eine Begründung dann erzeugt und die Hilflosigkeit, wenn selbst die Vernunft nicht mehr greift, weil sie nicht der Wahrheit entspricht. Setzt sich das Bild so ein bisschen besser zusammen?

Kessi K.: Gefühle verstehen zu wollen ist halt der Widerspruch schlechthin.

MeMyselfAndEye: Ja, schon. Deshalb akzeptiere ich einfach das Gefühl an sich und spreche ihm unantastbare Wahrheit zu. Sozusagen. So wie mit der Geschmackssache auch.

Kessi K.: Alles andere würde einen dann glaube ich auch nicht weiterbringen.

MeMyselfAndEye: Ja, es kann einen sogar verrückt machen.

Nachdem ich für mehrere Sekunden gedankenversunken aus dem Fenster geblickt hatte, bedankte sich Kessi Kolumna für das Interview und verabschiedete sich zu ihrem nächsten Termin. Ich bedankte mich ebenfalls und ging nach draußen an die frische Luft.